24. August 2026: Pressemitteilung
CDU-Landtagsabgeordneter Rick Ulbricht kritisiert Wegfall der Zufahrtskontrollen ins Waldstraßenviertel bei RB-Spielen
Die Stadt Leipzig wird die bislang bei Heimspielen von RB Leipzig eingesetzten Kontrollstellen an den Zufahrten zum Waldstraßenviertel ab dem 29. August 2026 nicht mehr besetzen.
Das bisherige Vorgehen mit Absperrungen und kontrollierten Zufahrten war zwischen der Stadt Leipzig, RB Leipzig, den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) und dem Bürgerverein Waldstraßenviertel gemeinsam abgestimmt. Noch im Dezember 2025 waren die bestehenden Maßnahmen durch Oberbürgermeister Burkhard Jung verlängert worden. Nun entfällt die direkte Kontrolle ohne Rücksprache mit den Anwohnerinnen und Anwohnern. Lediglich der Sperrkreis soll mit entsprechender Beschilderung weiterhin existieren.
Der Landtagsabgeordnete Rick Ulbricht, zu dessen Wahlkreis auch das Waldstraßenviertel zählt, kritisiert die Entscheidung der Stadt Leipzig: „Die bislang geltenden Zufahrtskontrollen ohne vorherige Abstimmung mit den betroffenen Anwohnern zurückzunehmen ist doppelt bitter. Die Menschen im Waldstraßenviertel werden nicht nur vor vollendete Tatsachen gestellt, sondern müssen zugleich bei Großveranstaltungen mit einem deutlich höheren Verkehr auf dem Heimweg und einer schwierigeren Parkplatzsuche vor der eigenen Haustür rechnen. Das kann nicht richtig sein.“
Gerade Besucher von außerhalb kennen die örtlichen Gegebenheiten nicht und werden häufig den kürzesten Weg zur Arena nehmen, so Ulbricht. Es ist daher stark davon auszugehen, dass Beschilderungen wissentlich oder unwissentlich ignoriert werden.
Wie schnell der Verkehr in und um das Waldstraßenviertel seine Belastungsgrenzen erreichen kann, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach gezeigt. Zuletzt beispielsweise bei den Böhse-Onkelz-Konzerten 2026 im Juni. Mit dem erneuten Aufstieg von RB Leipzig in die UEFA Champions League nehmen Spieltage und Besucherzahlen außerdem zu. Es ist somit davon auszugehen, dass die Belastung des Waldstraßenviertels künftig sogar zunimmt.
Die Stadt begründet den Schritt mit der angespannten Haushaltslage und kündigt stattdessen verstärkte Kontrollen gegen unerlaubtes Parken an.
„Ich zweifle daran, dass die eingesparten Personalstunden durch den Wegfall der Zufahrtskontrollen verhältnismäßig sind. Es wird weder den großen Wurf an Einsparungen für die angespannte Haushaltslage bringen, noch steht es in Relation zu dem damit riskierten Verkehrschaos.“, so Ulbricht und weiter:
„Die zusätzlichen Personalstunden für die verstärkten Kontrollen im Viertel wären sinnvoller eingesetzt, wenn man die Zufahrt auch weiterhin kontrolliert anstatt Falschparker zur Kasse zu bitten. Auf diese Weise erweckt man den Eindruck, die Stadt möchte lieber Bußgelder einnehmen und nimmt dafür eine Mehrbelastung der Anwohner in Kauf. Das ist fatal.“
Der Landtagsabgeordnete meint: „Die Haushaltskonsolidierung der Stadt ist notwendig. Sie darf aber nicht dazu führen, dass bewährte und gemeinsam mit den Anwohnern entwickelte Maßnahmen ersatzlos gestrichen werden und sich die Belastungssituation gleichzeitig unverhältnismäßig verschärft.“
Ulbricht fordert deshalb von der Stadt Leipzig, die Entscheidung zu überprüfen und erneut das Gespräch mit dem Bürgerverein Waldstraßenviertel und den Menschen zu suchen. Eine erste Belastungsprobe des neuen Sperrkreises ohne Zufahrtskontrollen steht ansonsten bereits zum Saisonbeginn von RB Leipzig gegen Mönchengladbach diesen Samstag an.
Leipzig, den 24. August 2026




