28. September 2026: Pressemitteilung
Der Leipziger CDU-Landtagsabgeordnete Rick Ulbricht kritisiert den Beschluss gegen die Verlegung neuer Stolpersteine in Heidenau
„Eine Meldung geht im Moment viral. Der Heidenauer Stadtrat hat beschlossen, künftig keine weiteren Stolpersteine im öffentlichen Raum mehr zu verlegen. Diesen Beschluss halte ich in vielerlei Hinsicht für völlig falsch. Das Gedenken an das schlimmste Verbrechen unserer Geschichte gehört in die Mitte unserer Gesellschaft.“ Diese Aussage trifft der CDU-Landtagsabgeordnete Rick Ulbricht, nachdem er von der Entscheidung des Stadtrates in der Presse erfahren hat.
Stolpersteine sind bereits seit vielen Jahrzehnten ein Teil unserer Erinnerungskultur und in vielen europäischen Ländern und deren Städten vorhanden. Sie werden durch Spenden finanziert und vor den Wohnorten bekannter Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Oftmals werden auch die Anwohner im direkten Wohnumfeld bei Spendensammlungen und der Verlegung der Stolpersteine mit einbezogen.
„Eine bessere Art das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus mit Leben zu erfüllen, kann ich mir nur schwer vorstellen. Es zeigt uns ohne Umwege auf: Es geht um Menschen, die mitten unter uns gelebt haben, als sie vertrieben, enteignet und deportiert wurden.“, so Ulbricht.
Der Vorschlag wurde von Stadträten der AfD, dem Bündnis Oberelbe und einzelnen Stadträten der CDU in den heidenauer Stadtrat eingebracht. Ganz neu ist die Debatte nicht. Beispielsweise werden in München ebenfalls keine neuen Stolpersteine mehr auf Grundstücken im städtischen Besitz verlegt. Stattdessen wurde sich hier für Erinnerungstafeln mit Fotos und knappen Lebensdaten vor den Häusern entschieden. Die Begründung dieser Entscheidung liegt in der Ansicht, dass es unwürdig sei, mit den Füßen auf den Namen der Opfer des Holocaust herumzutreten. Auch in Heidenau wird diese Argumentation hervorgehoben. Allerdings soll das Gedenken nun auf den Nordfriedhof der Stadt verlagert werden, sodass ein direktes Betreten der Gedenkelemente auszuschließen ist.„Auch wenn man so durchaus argumentieren kann, finde ich es dennoch verkehrt. Zumal das auch Rechtsextremen in die Hände spielt, die dieses Gedenken an den Schrecken des Nationalsozialismus eben auch aus der Öffentlichkeit drängen wollen. Ich finde eine Stadt oder der Staat sollten nicht vorschreiben, wie man zu gedenken hat. Gerade das Gedenken an das größte Verbrechen unserer Geschichte gehört breit ausgelebt. Vor allem auch in unserer gesellschaftlichen Mitte.“ sagte der Landtagsabgeordnete in seinen Beitrag auf Instagram und Facebook am 25.09.2026.
Leipzig, den 28. September 2026




